Für Renovierung, Sanierung oder altersgerechten Umbau brauchst du nicht zwingend eine neue Baufinanzierung. Bis etwa 50.000 Euro gibt es einen Weg, der schneller, günstiger und einfacher ist: den Modernisierungskredit ohne Grundschuldeintrag. Das spart Notar- und Grundbuchkosten – und Wochen an Bearbeitungszeit. Dieser Ratgeber zeigt, wo die Grenze liegt und welche Alternative ab welcher Summe besser passt.
Welcher Weg ab welcher Summe?
| Summe | Empfohlener Weg | Warum |
|---|---|---|
| bis 10.000 € | Eigenmittel oder Ratenkredit | Aufwand lohnt kaum |
| 10.000–50.000 € | Modernisierungskredit | keine Grundschuld nötig |
| 50.000–100.000 € | Aufstockung der Finanzierung | Grundschuld oft vorhanden |
| über 100.000 € | neue Baufinanzierung | niedrigster Zins rechtfertigt Aufwand |
Ein wichtiger Hinweis zur dritten Zeile: Wenn die Grundschuld aus deiner ursprünglichen Finanzierung noch eingetragen ist – auch wenn das Darlehen längst getilgt wurde –, kann sie oft wiederverwendet werden. Dann entfallen die Eintragungskosten, und eine Aufstockung wird deutlich attraktiver. Details unter Grundschuld eintragen.
Was als Modernisierung zählt
- Bad- und Küchensanierung
- Heizungstausch, neue Fenster, Dämmung
- Dachsanierung, Fassade
- Elektrik und Leitungen erneuern
- Anbau, Ausbau, Dachgeschossausbau
- Barrierefreier Umbau
- Photovoltaik, Wärmepumpe
- Garten- und Außenanlagen
Nicht dazu zählen reine Einrichtungsgegenstände wie Möbel. Für die zweckgebundenen Kredite verlangen Banken meist Kostenvoranschläge oder Rechnungen – das ist der Preis für den günstigeren Zins gegenüber einem freien Ratenkredit.

Die günstigste Quelle wird oft übersehen
Ein zuteilungsreifer Bausparvertrag ist für Modernisierungen häufig unschlagbar: Der Zins steht seit Vertragsabschluss fest, das Guthaben ist sofort verfügbar, und bei kleineren Summen ist keine Grundschuld nötig. Wenn du einen hast, prüfe ihn zuerst – siehe Bausparvertrag: kündigen oder nutzen?
Der beste Zeitpunkt
Steht ohnehin die Anschlussfinanzierung an? Dann ist das der ideale Moment. Du kannst die Sanierungskosten direkt in die neue Finanzierung einbinden – zu Baufinanzierungskonditionen statt zu Modernisierungskreditzinsen, und ohne separaten Vertrag. Bei 40.000 Euro Sanierung und einem Zinsunterschied von 1,5 Prozentpunkten spart das über die Laufzeit mehrere tausend Euro.
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Häufige Fragen
Brauche ich eine Grundschuld?
Bis etwa 50.000 Euro in der Regel nicht. Das spart Notar- und Grundbuchkosten sowie mehrere Wochen Bearbeitungszeit.
Muss ich Rechnungen vorlegen?
Meist ja – bei zweckgebundenen Krediten verlangen Banken Kostenvoranschläge oder Rechnungen. Das ist der Grund für den günstigeren Zins gegenüber einem freien Ratenkredit.
Kann ich Förderung kombinieren?
Ja, häufig. Wichtig ist nur die Reihenfolge: Förderantrag vor der Auftragsvergabe, dann die Restfinanzierung.
Was ist mit einem normalen Ratenkredit?
Der ist flexibler, weil ohne Verwendungsnachweis – aber deutlich teurer. Bei größeren Summen lohnt der Modernisierungskredit fast immer.
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